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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Drei Minuten mit Nena

Bejubelt trat Nena am Samstagabend auf der Theresienwiese auf. Stephan Drehmann traf sie hinter der Bühne.

Keine Kamera, kein Aufnahmegerät, kein Notizblock. Die Vorschriften sind streng. Wer zu Nena will, muss sie befolgen. Zu viert sind wir, die Auserwählten, die die Popikone nach ihrem Konzert auf der Theresienwiese persönlich treffen dürfen. Musikmanager Ralf Schroeter, seine neunjährige Tochter Annika, Rainer Brockhaus für die Christoffel Blindenmission, die das Konzert präsentierte, und ich für die ÖKT-Onlineredaktion.

Kalt ist es und die Knie schmerzen. Drei Stunden haben wir in der Menge gestanden. Nun stehen wir wieder, allerdings hinter der Bühne, und warten bis Nena sich von ihrem Auftritt erholt hat.

Nena auf der Theresienwiese

Warten auf Nena

Etwas mehr als eine Stunde hat die Show gedauert. Nena sprang, tanzte und heizte die Stimmung an. Zum Finale holte sie Kinder aus dem Publikum auf die Bühne und umarmte sie. Jetzt braucht sie erst mal ein bisschen Ruhe . "Ich bin so glücklich, dass ich Menschen treffe, die an Gott glauben und an das Gute im Menschen und an die Liebe", hat Nena ihrem Publikum zum Abschied ins Mikrofon gesäuselt. Die Fans waren begeistert. Betretenes Schweigen erntete sie dagegen, als sie die Leute fragte: "Könnt ihr beten?" 

Dann ist es soweit. Die Tür von Nenas Container-Kabine öffnet sich. Ein Sicherheitsmann führt uns hinein und wir betreten Nenas mobiles Reich. Sessel überzogen mit weißen Decken, ein Tisch mit weißer Dekoration, gedämpftes Licht. Nena steht neben der Tür und lächelt abwesend.

Händeschütteln mit dem Star

Artig stellen sich alle vor. Ehrfurcht liegt in der Luft. Niemand gibt Nena die Hand. Tut man so etwas nicht bei einem Star? Ich bin an der Reihe und versuche es. "Hallo Frau Kerner. Stephan Drehmann vom ÖKT." Ich halte ihr die Hand hin. Einen Augenblick wirkt Nena verdutzt. Gerade lange genug, um mich zu verunsichern, dann lacht sie und schüttelt meine Hand. Das Eis ist gebrochen. Vielleicht beantwortet sie mir ja ein paar Fragen.

Ob der Auftritt ihr Spaß gemacht hat, was es für sie bedeutet auf dem ÖKT aufzutreten, was ihr zu dem Leitwort "Damit ihr Hoffnung habt" einfällt, ob sie überhaupt etwas vom Kirchentag mitbekommen hat. Doch Fragestunde ist nicht vorgesehen. Nena hat Hunger. Im Nachbarcontainer sitzen Band und Backgroundsängerinnen schon bei Reis mit Soße und Rotwein.

Wir machen noch ein Gruppenbild. Immerhin. Ich frage mich, warum ich nicht selbst fotografieren durfte. "Nena will sich die Bilder noch mal anschauen, bevor ihr sie bekommt", erklärt der Sicherheitsmann später. Aha. Erstaunlich, was ein Popstar so für Aufgaben hat. Nena winkt uns zum Abschied, der Besuch ist zu Ende. Jetzt können wir sagen, wir haben einen Star getroffen, drei Minuten lang.

 

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