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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Internationale Besucher beim ÖKT

Ökumenische Gäste aus aller Welt geben sich im International Visitor Service des Kirchentags am Eingang Ost des Messezentrums die Klinke in die Hand. Ob Referenten aus Amerika, der Chor der deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Katharina aus Kiew oder „nur“ eine Jugendgruppe aus Österreich - das Team um Gerhard Koepsel hilft allen, sich im Kirchentagsdschungel zurecht zu finden.

Für 3 680 Besucher aus 91 Ländern ist der International Visitor Service die erste Anlaufstelle. Besonders wichtig ist, bei Bedarf, die Vermittlung von Dolmetschern: 80 Ehrenamtliche, vom Schüler und Studenten bis zum Übersetzungsprofi, stehen für die Begleitung von Gästen bereit. In zahlreichen Veranstaltungen, wie etwa beim Forum mit Bundeskanzlerin Merkel, bietet der Kirchentag eine Simultanübersetzung an.

 

Christen aus Afrika treffen sich beim ÖKT

Zur relativ großen Gruppe der Teilnehmer aus afrikanischen Ländern gehören John Ndunghu Mwanki, Ann Njeri und Ruth Mugenyu. Sie zählen zu einer zwölfköpfigen Gruppe von Anglikanern aus Nairobi. „Uns interessieren besonders die Bibelarbeiten und das Frauenzentrum“, sagt Ruth Mugenyu. Am wichtigsten aber sei die Möglichkeit, viele andere Gläubige zu treffen, gerade auch aus Afrika. „Das fehlt uns ganz besonders, denn in Afrika bestimmt vor allem die Konkurrenz untereinander das Verhältnis der Religionen“, ergänzt Enwood Kamoza Longwe aus Malawi. Als Pfarrer steht er derzeit im Dienst der Kirche von Kurhessen-Waldeck und koordiniert die Kirchentagskontakte zum afrikanischen Kontinent.

Gäste kommen mit größerem Selbstbewusstsein

„Eins hat sich in den vergangenen zehn bis 15 Jahren deutlich geändert“, hat Koepsel beobachtet, „damals mussten für alle Gäste aus Afrika sämtliche Kosten einschließlich aller Tickets übernommen werden, damit sie überhaupt kommen konnten. Heute übernehmen viele ihre Flugkosten ganz selbstverständlich selbst. Auch die Besucher aus Osteuropa sind inzwischen eigenständig und kommen mit viel größerem Selbstbewusstsein als früher“. Sie alle bringen zugleich ein Verständnis von Ökumene im weltweiten Horizont ein.

Von Finnland nach München

Schon zum 44. Mal lädt im kommenden Jahr die lutherische Kirche Finnlands zu einem Kirchentag ein, erzählt Tarja Jalli, die sich von München vor allem Anregungen erhofft, um möglichst auch viele jüngere Leute anzusprechen. Die Kirchentagstradition in ihrer Heimat reicht bis in die schweren Jahre nach dem Ersten Weltkrieg zurück. Zur lockeren Atmosphäre beim ÖKT trage auch der Umstand bei, dass Pfarrer und Priester nur bei Gottesdiensten, nicht aber bei den Forumsveranstaltungen in Talar auftreten, hat sie beobachtet.

 

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