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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

„Bitte Schuhe ausziehen – Danke!“

Holger ist mit seinem Stadtplan in einem Gewerbegebiet Münchens unterwegs. Zwischen Bürogebäuden und Matratzengeschäften ist der langjährige Kirchentagsbesucher auf der Suche nach einer Moschee. Einige der Moscheen und islamischen Gemeinschaften, die im Rahmen des 2. Ökumenischen Kirchentags ihre Tore öffnen, sind nicht leicht zu finden. Doch Holger ist Pfadfinder und hat sich voller Neugier auf den Weg gemacht, um sich heute einmal eine Moschee von Innen anzusehen und mit Muslimen ins Gespräch zu kommen. Den Weg weisen ihm die großen orangenen Kirchentagsfahnen, die alle acht teilnehmenden Moscheen und islamischen Gemeinschaften aus dem Raum München aufgehängt haben.

Neben den Podiumsdiskussionen und Workshops des Zentrums Muslime und Christen im Dialog  wird den Besuchern des 2. ÖKT die Möglichkeit eröffnet, Moscheen und islamischen Gemeinschaften zu besuchen. Dieses Angebot verdeutlicht, dass der 2. ÖKT nicht nur am Stadtrand in den Messehallen stattfindet, sondern dass Menschen in ihre eigenen Gemeinden einladen und die Kirchentagsbesucher dort willkommen heißen.
 
Einmal den Weg zu den Moscheen gefunden, wird jeder Besucher persönlich willkommen geheißen. Die Moscheen und islamischen Gemeinschaften haben Tee und landestypische Spezialitäten liebevoll  vorbereitet, es finden Gesprächskreise und Führungen statt und junge Frauen stellen „Ebru“, eine Marmorierkunst, vor.

Die Muslime beantworten geduldig die Fragen der wissbegierigen Besucher: Was unterscheidet die Aleviten von den anderen muslimischen Gemeinschaften? Warum zieht Ihr Euch vor dem Gebetsraum die Schuhe aus? Und was bedeutet eigentlich Ebru?

Holger lernt, dass Ebru eigentlich „Wolke“ heißt und er erzählt, dass „man sich die Schuhe auszieht, um den Gebetsraum nicht schmutzig zu machen und weil der Raum heilig ist.“ Für Holger hat sich der Tag gelohnt und auch der Imam der Moschee der Afghanen, Sidigullah Fadai, ist begeistert: „Die ganze Tafel war voller Menschen und viele waren zum ersten Mal in einer Moschee. Ich bin sehr zufrieden.“


An den „Begegnungen und Gesprächen in Münchner Moscheen“ waren folgende Moscheen beteiligt:

  • Islamisches Zentrum Penzberg
  • Mevlana-Moschee, Fürstenfeldbruck
  • Mehmet-Akif-Moschee, München
  • Moschee der Afghanen, München
  • Münih-Diyanet-Isleri-Türk-Isla-Moschee, München
  • Türkisch-Islamische-Gemeinde, München
  • Türkisches Aleviten-Kulturzentrum, München
  • Verband der Islamischen Kulturzentren e.V., München

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