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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Bianca Jagger: Verbrechen an der kommenden Generation bestrafen

Bianca Jagger schlägt Einrichtung eines Strafgerichtshofs für Verbrechen an der kommenden Generation vor. Foto: Human Rights Watch

Die Einrichtung eines Strafgerichtshofs für Verbrechen an der kommenden Generation hat Bianca Jagger vorgeschlagen. Die Gründerin der Bianca Jagger Human Rights Foundation und Ex-Frau von Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger forderte am Donnerstag beim 2. Ökumenischen Kirchentag einen schonenderen Umgang mit den Ressourcen der Welt.

 

„Unsere Generation hat nicht getan, was nötig war“, sagte sie bei einer Veranstaltung zum ökologischen Wohlstand. Sie kritisierte Unternehmen, die um des Profits willen Raubbau an der Natur betrieben und keine Rücksicht auf die Menschen nähmen. Dieses unverantwortliche Handeln müsse als Verbrechen an der kommenden Generation bestraft werden, forderte sie. Jagger wurde in Nicaragua geboren und setzt sich seit mehreren Jahren für Menschenrechte ein.

Klare Worte von Alberto Acosta

Drastische Worte fand auch der Wirtschaftswissenschaftler Alberto Acosta aus Ecuador. „So wie wir im Moment leben, werden sich sowohl die armen wie die reichen Länder auf einen kollektiven Selbstmord zu bewegen“, sagte er. Die Menschen in den reichen Ländern müssten ihren Lebensstil ändern, gleichzeitig seien die Lebensbedingungen in der Dritten Welt nicht länger akzeptabel. Acosta forderte ein Leben in Übereinstimmung mit der Natur, bei dem nicht die materiellen Güter die Organisation der Gesellschaft bestimmten. „Es kann nicht sein, dass der Reichtum von wenigen die Armut von vielen hervorruft“, sagte er.

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