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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Köhler: Kirche soll auf Hilfen für Opfer setzen

"Habe mich auf diesen Kirchentag gefreut": Bundespräsident Horst Köhler

Bundespräsident Horst Köhler erhofft sich vom Ökumenischen Kirchentag einen neuen Aufbruch der Kirchen in Deutschland. Die Kirche stecke in einer schweren Krise, sagte Köhler am Mittwoch in München bei der Eröffnung des 2. Ökumenischen Kirchentages.

Durch Führungsversagen, Missbrauch und Misshandlung hätten sich "viele dunkle Wolken" zusammengezogen. „Viele Gläubige schämen sich, viel Vertrauen ist verloren gegangen.“ Das Staatsoberhaupt riet der Kirche, jetzt auf Aufklärung und Zuwendung zu den Opfern zu setzen.Auch der Blick nach vorn, der Wille zur Selbsterforschung und zur Umkehr seien notwendig. Deswegen komme das Christentreffen zum rechten Zeitpunkt. Der Kirchentag könne Kraft zur Erneuerung bieten. "Nur so werden Glaubwürdigkeit und Vertrauen wiedergewonnen", betonte Köhler.
Der Bundespräsident hob hervor, "wie viel an gelebter Barmherzigkeit, an tatkräftiger Solidarität, an Dienst am anderen durch gläubige Menschen" geleistet werde. "Das braucht unsere Gesellschaft. Das hat Dank und Anerkennung verdient", sagte er.

Köhler wünscht sich neuen ökumenischen Schwung

Mit Blick auf die Zusammenarbeit der Konfessionen erklärte Köhler, in den vergangenen Jahren sei bisweilen der Eindruck entstanden, dass der ökumenische Schwung nachgelassen habe. "Deswegen haben sich viele - auch ich - auf diesen Kirchentag gefreut, ja, ihn geradezu herbeigesehnt", so der Bundespräsident, der evangelisch ist. Nur in einem "sichtbaren und wahrhaften Miteinander" könnten Christen heute ihren Glauben bezeugen. Bei dem Christentreffen solle deshalb deutlich werden, „wie viel schon erreicht worden ist, wie weit die Einheit schon gediehen ist, - und dass die Sehnsucht wieder stärker wird nach weiteren Fortschritten im ökumenischen Prozess“.

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