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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Ausstellung über Geistliche im KZ Dachau eröffnet

In Dachau waren 3 000 christliche Geistliche inhaftiert. Foto: VGMeril/pixelio

In der Todesangst-Christi-Kapelle in der KZ-Gedenkstätte Dachau ist am Donnerstagabend die Ausstellung „Geistliche im KZ Dachau“ eröffnet worden. Die Schau, die anlässlich des 2. Ökumenischen Kirchentags neu entstanden ist, porträtiert elf Geistliche, die während der NS-Zeit in Dachau inhaftiert waren.

Die Lebenswege der inhaftierten Theologen waren von Privatleuten ehrenamtlich recherchiert worden. Insgesamt wurden im KZ Dachau an die 3 000 Geistliche christlicher Konfessionen inhaftiert.

Menschen sind keine Nummern

Die Biografie-Projekte sollten daran erinnern, dass die Inhaftierten „Menschen mit Gesicht und Geschichte waren, und nicht, was die Nazis aus ihnen machen wollten: eine Nummer“, betonte Ludwig Schmidinger, bischöflicher Beauftragter für die KZ-Gedenkstättenarbeit in der Erzdiözese München und Freising.Zuvor hatten Kirchentagsteilnehmer mit einem Gottesdienst der Befreiung der KZ-Häftlinge vom Nationalsozialismus vor 65 Jahren gedacht.

Bei der Gedenkveranstaltung in der Todesangst-Christi-Kapelle rief Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt dazu auf, in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit nicht nachzulassen. "Es darf kein Ende der Erinnerung geben", sagte die Grünen-Politikerin. An dem Gottesdienst nahm auch der 96-jährige katholische Priester Hermann Scheipers teil, der von März 1941 bis April 1945 in Dachau inhaftiert war.

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