Logo & Link zu der Startseite

Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Unterschiedliche Verständnisse vom Abendmahl

Beim evangelischen Abendmahl ist die Gemeinschaft am Altar Ausdruck der Einheit in Glaube und Lehre. Foto: kirchentag.de
Foto: kirchentag.de

Die kirchliche Feier des Abendmahls erinnert an das letzte Abendmahl Jesu vor seiner Kreuzigung. Jesus teilte dabei mit seinen Jüngern Brot und Wein mit den Worten „Das ist mein Leib“ und „Das ist mein Blut“. Seit der Antike begehen Christen diese Mahlfeier zur Erinnerung an die Heilstaten Christi und dessen Auftrag „Tut dies zu meinem Gedächtnis“.

Doch im Lauf der Geschichte entwickelten die Konfessionen unterschiedliche Deutungen des Abendmahls.

Eucharistiefeier für Katholiken das zweite Sakrament

In der katholischen Kirche ist die Eucharistie neben der Taufe das zweite von sieben Sakramenten insgesamt. Die Eucharistiefeier wird als Höhepunkt des kirchlichen Lebens verstanden. Die evangelisch-lutherische Kirche kennt zwei Sakramente, die Taufe und das Abendmahl. Allerdings werden Abendmahlsgottesdienste bei evangelischen Christen weit weniger oft gefeiert als im Katholizismus.

Streit um Christus' Präsenz im Abendmahl

Jahrhunderte lang streiten sich Christen vor allem über die Frage, wie Christus im Abendmahl präsent sei. Nach katholischem Glauben wandeln sich – sobald der Priester die vorgeschriebenen Worte „Das ist mein Leib, das ist mein Blut“ spricht – Brot und Wein in die „sakramentale Gegenwart“ von Leib und Blut Christi. Nach katholischer Überzeugung bleibt Christi Gegenwart in den beiden Elementen über den Gottesdienst hinaus bestehen. Deshalb werden übrig gebliebene geweihte Hostien auch in dem kostbaren Behältnis des Tabernakels aufbewahrt.

Akzent liegt auf Bekenntnis und Gedächtnis

In den reformatorischen Kirchen liegen die Akzente stärker auf dem Bekenntnis und Gedächtnis, die Lehre von der "Realpräsenz" Christi wird dabei in den verschiedenen Kirchen der Reformation unterschiedlich gedeutet.

Teilnahme am protestantischen Abendmahl untersagt

Die reformatorischen Kirchen in Europa praktizieren seit 1973 untereinander Abendmahlsgemeinschaft und laden dazu auch andere Getaufte ein. Die katholische Kirche versteht dagegen die Gemeinschaft am Altar als Ausdruck der Einheit in Glaube und Lehre. Zur Kommunion sind daher in der Regel nur Katholiken sowie Mitglieder der unierten orientalischen Kirchen zugelassen. Katholiken ist die Teilnahme an protestantischen Abendmahlsfeiern untersagt.

Mein ÖKT