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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Papst verurteilt sexuellen Missbrauch in der Kirche

Foto: epd - Hanno Gutmann

Zum Auftakt des Ökumenischen Kirchentags hat Papst Benedikt XVI. erneut die Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche verurteilt. Zugleich rief er die Christen in einem am Mittwoch in München veröffentlichten Grußwort an die Teilnehmer des ÖKT dazu auf, sich weiter in der Kirche zu engagieren.

Kirche ist Ort der Hoffnung

„In den vergangenen Monaten sind wir mit immer neuen Meldungen konfrontiert worden, die uns die Freude an der Kirche nehmen möchten, sie als Ort der Hoffnung verdunkeln“, schreibt der Papst und fragt, ob die Kirche eigentlich noch ein Ort der Hoffnung sei. Unter Bezug auf das Evangelium vom Unkraut im Weizenfeld räumt Benedikt XVI. zugleich ein, dass es „Unkraut gerade auch mitten in der Kirche“ und unter denen gebe, die „der Herr in besonderer Weise in seinen Dienst genommen hat“. Zugleich betont der Papst aber, dass „das Licht Gottes nicht untergegangen“ und der „gute Weizen nicht erstickt“ worden sei. Die Kirche bleibe der Ort der Hoffnung, weil sie Gottes Wort zu den Menschen bringe und den Weg des Glaubens zeige.

Das katholische Kirchenoberhaupt rief die Christen zur Hoffnung auf. „Die großen Dinge des Lebens können wir nicht selber machen, wir können sie nur erhoffen“, schreibt er. Das Vergessen der Hoffnung auf das ewige Leben führe zu einer Gier nach dem diesseitigen Leben, die „fast unausweichlich egoistisch“ werde und fast immer unerfüllbar bleibe.

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