Logo & Link zu der Startseite

Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Nächstenliebe bietet „enormes ökumenisches Potential“

Der katholische Präsident des 2. ÖKT, Alois Glück, hat Protestanten und Katholiken zum gemeinsamen sozialen Handeln aufgerufen. In einer Diskussion bezeichnete er den vorgegebenen Text aus dem Matthäusevangelium (25, 31-46) als „Grundtext der Diakonie“. Jesus identifiziere sich hier ganz mit den „geringsten Brüdern“, den Menschen in Not, die am Rande der Gesellschaft stehen und die übersehen werden.

Erstaunlich sei, sagte Glück, dass sich an dieser Stelle in der Bibel kein Wort finde über den Glauben, über die Taufe oder über ein Bekenntnis. All das scheine nicht wichtig zu sein. Es gehe allein um das richtige Handeln. Glück sagte, die besondere Betonung der Werke der Nächstenliebe biete „ein enormes ökumenisches Potential“. Im sozialen Engagement könnten sich Menschen aller Religionen untereinander und auch mit Atheisten treffen.

Für gerechtere Strukturen kämpfen

Die Zuwendung zum Menschen und die Anwaltschaft für die Armen dürfen sich nach den Worten Glücks jedoch nicht nur auf Barmherzigkeit und individuelle Zuwendung beschränken: „Für bessere, gerechtere Strukturen zu arbeiten, zu kämpfen, ist biblischer Auftrag.“ Das gemeinsame Sozialwort der beiden großen Kirchen habe dafür schon vor Jahren Maßstäbe gesetzt. Ebenso wie Papst Benedikt XVI. in seiner Sozialenzyklia zur Globalisierung. Weltweit sei ein Auseinanderdriften der Gesellschaften zu registrieren, warnte der katholische Kirchentagspräsident. Schon jetzt und nicht erst morgen oder übermorgen müsse bedacht werden, wo es ungerechte Strukturen und ungerechte Entwicklungen gebe.

Mein ÖKT