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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Zollitsch: Pille ist kein Geschenk Gottes

Für Bischof Zollitsch (links) ist die Pille nicht vom Himmel gefallen

Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat Margot Käßmann in Sachen Verhütung nachdrücklich widersprochen. „Die Pille ist von Menschen gemacht und nicht einfach von Gott in die Welt hineingeschenkt worden“, sagte der Freiburger Erzbischof bei der Abschlusspressekonferenz zum 2. Ökumenischen Kirchentag am Samstag in München.

Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland hatte am Freitagabend in einem ökumenischen Frauengottesdienst die Pille als ein „Geschenk Gottes“ bezeichnet.

Anlässlich der Einführung des Verhütungsmittels vor 50 Jahren lobte sie bei einer Predigt im Liebfrauendom die Vorteile der Pille – gerade angesichts der zahlreichen Todesfälle durch Schwangerschaft und Geburt in den armen Ländern der Welt. „Wer solches Elend von Müttern und Kindern verhindern will, wer den Segens des Gebärens nicht zum Fluch werden lassen will, wird für Geburtenkontrolle, für einen offenen Zugang zu Verhütungsmitteln eintreten“, sagte sie.

Präses Schneider: Käßmann meinte es nicht wörtlich

Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, sagte dazu, dass Gott "die Pille auf die Erde gebracht hat" könne keiner ernsthaft meinen, "und das meint Frau Käßmann auch nicht ernsthaft". Von Gott sei allerdings die Sexualität, die eine gute Gabe Gottes sei. Und es gehe bei der Äußerung Käßmanns um den verantworteten Umgang mit Sexualität.

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