Leggewie: Bundesregierung muss Nachhaltigkeit ressortübergreifend fördern
Wissenschaftler kritisiert Leben der Menschen auf den Kosten kommender Generationen
Der Essener Politikwissenschaftler Claus Leggewie hat die Bundesregierung aufgefordert, das Thema Nachhaltigkeit ressortübergreifend in Angriff zu nehmen. „Nachhaltigkeit betrifft auch Außen- und Entwicklungsministerium, aber von ihnen hört man viel zu wenig“, sagte Leggewie am Freitag beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München. Zugleich forderte der Wissenschaftler alle gesellschaftlichen Gruppen zum gemeinsamen Engagement gegen das Fortschreiten des Klimawandels auf. Nach dem Vorbild der Architekten sollten möglichst alle Berufsgruppen, aber auch Stiftungen, Vereine und Konsumentenverbände Selbstverpflichtungen zum Thema Nachhaltigkeit vorlegen. Ebenso könne jeder Bürger bei Ernährung, Mobilität und Wohnen unmittelbaren Einfluss nehmen. Die gesellschaftliche Akzeptanz für ökologisches Handeln sei deutlich gestiegen. In den notwendigen Anstrengungen gegen die Folgen der Erderwärmung stecke die „unglaubliche Chance eines Gesellschaftswandels zum Besseren“.
Was ÖKT-Besucher tun, um das Klima zu schützen. Christina Felschen hat nachgefragt
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