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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen

von Dr. Elisabeth Dieckmann

Das Wort „Ökumene“ meint nicht nur das Verhältnis von katholischer und evangelischer Kirche, sondern bezieht sich auf eine sehr viel größere Vielfalt von Kirchen, zu der auch Orthodoxe und Altkatholiken, Anglikaner und Altorientalen, Freikirchler und Reformierte gehören.

Für ihre Zusammenarbeit brauchen diese Kirchen verlässliche Strukturen. Deshalb wurde 1948 die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gegründet. Gegenwärtig hat die ACK in Deutschland 17 Mitglieder und drei Gastmitglieder. Vier ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Die Mitglieder entsenden Delegierte in die ACK, die zweimal im Jahr zur Mitgliederversammlung zusammenkommen. Alle drei Jahre wählt die Mitgliederversammlung den Vorstand der ACK. Derzeit gehören ihm an: Landesbischof Friedrich Weber (Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Braunschweig; Vorsitzender), Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Bistum Speyer), Generalsekretärin Regina Claas (Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden/Baptisten), Erzpriester Radu Constantin Miron (Griechisch-orthodoxe Metropolie von Deutschland), Bischof Hans-Jörg Voigt (Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche). Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, genannt „Ökumenische Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Die besondere Stärke der ACK besteht darin, es den Kirchen zu ermöglichen, trotz ihrer Unterschiede zusammenzuarbeiten. Dies geschieht auf der Basis von Regeln, die verbindlich sind, weil sich die Kirchen selbst darauf verpflichten. Die Kirchen können so der schon bestehenden Gemeinschaft Ausdruck geben, ohne zuerst alle theologischen Meinungsverschiedenheiten klären oder ihre unterschiedlichen Strukturen in Einklang bringen zu müssen. Schwerpunkte der ACK in Deutschland sind das gemeinsame Gebet, die theologische Reflexion, das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung sowie der Kontakt zu anderen ökumenischen Einrichtungen.

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