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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Ludwig Harig: Fürchtet Euch nicht!

Ein Dichterlexikon, in Spalte Wörterspiel,
labt mich seit eh und je mit süßem Zuckerbrot.
Ich spiele Tag für Tag, von Zweifeln unbedroht:
Was ich mir früh ersann, blüht auf im Altersstil.

Ich hab keine Angst um meinen Federkiel.
Er tanzt auf dem Papier kokett im Morgenrot
und fürchtet keinen Zwang, kein Diktum, kein Verbot.
Ich fühle mich befreit in meinem Wörterdeal.

Wie’s wohl den andern geht? Zwickt sie die Seelenpein?
Sie suchen ganz verzagt den hellsten Sonnenschein.
Sie drängt’s aus lauter Angst nach Inhalt, nach Bedeutung.

Steh nicht zu lang im Licht, sonst droht ein Sonnenstich.
Drum Bäumchen, spitz Dein Ohr, schau um und wechsle Dich!
Wenn Dich die Rinde juckt, dann drängt es stark nach Häutung.

Ludwig Harig, geboren 1927 in Sulzbach, lebt dort.

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