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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

2. ÖKT entscheidet über Kollektenvergabe

München, 10. November 2009. Der gemeinsame Vorstand des 2. Ökumenischen Kirchentages (2. ÖKT) hat über die Vergabe der Kollekten aus den drei zentralen Gottesdiensten des großen Christentreffens entschieden. Die Kollekte des Eröffnungsgottesdienstes soll einem Projekt der Caritas International/Diakonie Katastrophenhilfe zukommen; mit der Kollekte des Schlussgottesdienstes sollen die Organisation EIRENE und ein Kooperationsprojekt von Adveniat und Kindernothilfe gefördert werden. Die Kollekte der zentralen ökumenischen Feier zum Fest Christi Himmelfahrt wird an ein ökumenisches Projekt des Diakonischen Werkes gehen, das gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel kämpft.

„Mit der Kollekte für das Diakonische Werk haben wir uns für ein Projekt aus Bayern entschieden, die anderen Projekte haben eine internationale Ausrichtung“, erläutert Prof. Dr. Dr. Eckhard Nagel, evangelischer Präsident des 2. ÖKT, die Wahl der Projekte. Bei der Entscheidung habe man ein besonderes Gewicht auf Projekte gelegt, die die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung der Christen unterstreichen.

Hilfe für afghanische Kriegsopfer
Schwerpunkt des Projektes der Caritas International/Diakonie Katastrophenhilfe ist die psychosoziale Betreuung von Kriegsopfern in Afghanistan. Die Vergabe der Kollekte an dieses Projekt solle „Signalwirkung“ haben, betont Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, katholischer Präsident des 2. ÖKT: „In der Debatte darüber, ob weitere Truppen entsendet werden sollen oder der Abzug der Truppen aus Afghanistan beschleunigt werden soll, kommen Menschen, deren einziges Interesse es ist, ein Leben in Frieden zu führen, nicht vor.“ Mit der Unterstützung von Menschen ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit könne der 2. ÖKT unmittelbar zu Beginn deutlich machen, dass von ihm ein Zeichen der Hoffnung für die globale soziale Verantwortung ausgeht.

Kampf gegen Zwangsprostitution
In den Fachberatungsstellen des Projektes des Diakonischen Werkes werden Frauen unterstützt, die als Opfer von Frauenhandel nach Westeuropa gekommen sind und unter Traumata sowie psychischen Erkrankungen leiden. Getragen wird das Projekt in Bayern von der ökumenischen Initiative „Jadwiga“. Gesellschafter sind der „Verein für Internationale Jugendarbeit“, Landesverband Bayern, und „In Via – Katholische Mädchensozialarbeit“. Neben der reinen Unterbringung bekommen die Frauen rechtlichen, psychosozialen und medizinischen Beistand und werden durch individuelle Beratung in ihrem Ausstieg aus der Prostitution unterstützt. Das Thema Zwangsprostitution werde in der Öffentlichkeit marginalisiert, so Meyer: „Dabei ist das Thema von einer so ausgeprägten Bedeutung, dass es auch beim 2. ÖKT über die Kollekte ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden soll.“

Jugendliche Flüchtlinge in Burundi die Rückkehr erleichtern
Die Kollekte des Schlussgottesdienstes stellt das Stichwort Bildung in den Mittelpunkt. Das Projekt des Internationalen Christlichen Friedensdienstes EIRENE richtet sich an jugendliche Rückkehrer aus Flüchtlingslagern und vertriebene Jugendliche in Burundi. Durch gezielte Ausbildung im handwerklichen und landwirtschaftlichen Bereich soll den Jugendlichen die Reintegration in die Gesellschaft ermöglicht und eine neue Lebensperspektive gegeben werden. Die Projekte von Adveniat und der Kindernothilfe richten sich an Kinder und Jugendliche in Lateinamerika, die auf der Straße leben oder sich in Banden organisieren. Neben konkreten Hilfestellungen wie Wohnprojekten und Straßensozialarbeit wird auch Rechtsbeihilfe geleistet, um die Gewalttaten gegenüber Straßenkindern dokumentieren und strafrechtlich ahnden zu können.

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