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Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

2. ÖKT diskutiert über sexuellen Missbrauch

München, 25. März 2010. Der 2. Ökumenische Kirchentag (2. ÖKT) in München hat zwei Podiumsveranstaltungen zum sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zusätzlich in sein Programm aufgenommen. Das Gemeinsame Präsidium des 2. ÖKT reagiert damit auf die anhaltenden aktuellen Diskussionen über das Thema.

Unter der Frage „Nichts gesehen, nichts gehört, nichts gesagt?“ wird die Problematik des sexuellen Missbrauchs am Donnerstag, dem 13. Mai, in einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang erörtert. Den Einleitungsvortrag hält Prof. Dr. Norbert Leygraf, Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie der Universität Duisburg-Essen. Auf dem Podium diskutieren mit Leygraf Dr. Christine Bergmann, Beauftragte der Bundesregierung für Fälle von sexuellem Missbrauch und Mitglied im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages, und Ursula Enders, Leiterin und Mitbegründerin des Vereins „Zartbitter“ in Köln, der Opfern und Mitbetroffenen von sexuellem Missbrauch Hilfe anbietet, zusammen mit der Berliner Traumatherapeutin Sabine Hufendiek und der ehemaligen Familienrichterin Christa Seeliger aus Bonn.

Am Freitag des 2. ÖKT, dem 14. Mai, kommen speziell die Fälle von sexuellem Missbrauch im Bereich der katholischen Kirche zur Sprache. Impulsreferate halten Jesuitenpater Klaus Mertes, der Rektor des Berliner Canisius-Kollegs, sowie der Theologe und Psychologe Dr. Wunibald Müller, Leiter des Recollectio-Hauses in Münsterschwarzach. Am anschließenden Podiumsgespräch wirken außerdem Bischof Dr. Stephan Ackermann, der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, Andrea Heim, BDKJ-Diözesanleiterin in der Erzdiözese Freiburg, und die bayerische Staatsministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Dr. Beate Merk, mit sowie Prof. Dr. Gerhard Robbers, Jurist und Mitglied im Präsidiumsvorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Im Zentrum Psychologische Beratung, Seelsorge und geistliche Begleitung haben Betroffene die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit ausgebildeten Beraterinnen und Beratern sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Darüber hinaus wird es auch im Zentrum Jugend und im Zentrum Männer des 2. ÖKT neu geplante Programmangebote zur Vorbeugung und zum Umgang mit Erfahrungen von sexuellem Missbrauch geben.

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