Logo & Link zu der Startseite

Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Der Schal zum 2. ÖKT

Der Schal des 2. Ökumenischen Kirchentages hat kritische Rückfragen ausgelöst. Dazu erläutern die Veranstalter:

Der Schal wurde an mehrere Unternehmen ausgeschrieben. Bei der Endauswahl spielten Aspekte des Fairhandelsprinzips, der Qualität des Materials und der künstlerischen Gestaltung eine Rolle.
Auch bei der Vergabe an das Unternehmen s.Oliver sind diese Kriterien berücksichtigt worden.

Die verwendete Baumwolle ist in Afrika angebaut worden und wird unter dem Label „Cotton made in Africa“ der Stiftung Aid by Trade Foundation vertrieben.

Die Stiftung wurde 2005 gegründet und verfolgt das Ziel des Schutzes lebensnotwendiger Ressourcen und nachhaltiger Entwicklung. Gemeinsam mit den unterschiedlichen Partnern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen  will die Stiftung einen Beitrag zu Armutsbekämpfung und Umweltschutz in Entwicklungsländern und speziell Afrika leisten.

Die Ziele der Stiftung werden vor allem durch die organisatorische und finanzielle Unterstützung von Projekten verwirklicht – insbesondere die Durchführung von Projektstudien, Umsetzung der Studienergebnisse in konkrete, dem Umweltschutz und der Entwicklungshilfe dienende Projekte, Entwicklung von Bewertungssystemen unter nachhaltigen Gesichtspunkten sowie die Schaffung, Bündelung und Sicherung von Nachfrage, die den Anbau von Produkten und damit die Umsetzung der Projekte ermöglicht. Die Stiftung wird von einem Kuratorium geführt, dem Persönlichkeiten aus maßgeblichen Umweltinstitutionen, Wissenschaft und Wirtschaft angehören.
Innerhalb der Stiftung verfolgt das Projekt Cotton Made in Africa spezielle Ziele einschließlich konkreter Zielvorgaben zu Bildung, Wasser-, Dünger- und Pestizideinsatz sowie Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Zugang zu Märkten, die den Bauern eine Existenz gewährleisten; dabei wird auch eine Zusammenarbeit mit Textilanbietern in Deutschland gesucht.

Zu den Produktionsbedingungen bei der Rohstoffverarbeitung hat der 2. ÖKT aufgrund des Herstellungslandes Bangladessh selbst recherchiert sowie bei s.Oliver direkt nachgefragt. Aktiv-gegen-Kinderarbeit.de veröffentlicht zur Reputation von im Ausland produzierenden Unternehmen den Standard, dem Unternehmen folgen. Danach hat s.Oliver einen Verhaltenskodex, der Kinderarbeit ausschließt, und zwar auch bei Lieferanten; die Firma unterwirft sich externen Audits bzw. Kontrollen, es gibt keine belastenden Hinweise in Bezug auf Kinderarbeit. Das Unternehmen engagiert sich auf unterschiedliche Weise im sozialen Bereich.

Das Präsidium des 2. ÖKT ist unter Abwägung der verschiedenen Aspekte zu dem Ergebnis gekommen, dass die Beschaffung des Schals unter den gegebenen Rohstoff- und Herstellungsbedingungen zu verantworten ist, und hat sich aufgrund des Hintergrundes, des Gestaltungsentwurfes und der Stoffqualität für den Schal in der beim 2. ÖKT verteilten Form entschieden. Der 2. ÖKT hat ein Interesse daran, dass soziale und Fairhandelsprinzipien Eingang in alle Wirtschaftsbereiche finden; er sieht deshalb keinen Grund, warum Firmen, die sich in diese Richtung engagieren, von der Teilnahme an Ausschreibungen ausgeschlossen werden sollten. Der 2. OKT hat sich damit weder gegen einen Schal aus fairer Produktion entschieden, noch den Hersteller des Schals als besonders vorbildlich hervorgehoben.

Mit der Kennzeichnung des Schals sind Herkunft und Hintergrund offengelegt worden – auch im Programmheft ist dieses erläutert worden. Damit hat der 2. ÖKT zugleich dem Prinzip der Transparenz bei der Beschaffung Rechnung getragen.

Mein ÖKT