Logo & Link zu der Startseite

Damit Ihr Hoffnung habt

2. Ökumenischer Kirchentag

München 12.-16. Mai 2010

Mit gutem Gewissen im ÖKT-Shop einkaufen

Der 2. Ökumenische Kirchentag verkauft in seinem neuen Shop verschiedene Artikel zur Vorbereitung und Einstimmung auf das ökumenische Großereignis. Beim Einkauf achtet er besonders auf die Produktionsbedingungen: Ökologische, soziale und nachhaltige Standards müssen alle Lieferanten einhalten. In München arbeitet der 2. ÖKT mit dem Integrationsbetrieb „NähWerk“ des „Weißen Raben – soziale Dienste und Betriebe“ zusammen. Der 2. ÖKT hat sich vor Ort über das „NähWerk“ informiert.

Sanft streift Annamaria Bortan den grünen Stoff glatt. Ihr rechter Fuß beginnt zu wippen, die Nadel der Nähmaschine fliegt auf und ab. Stich für Stich wird aus dem losen Stoff ein feingesäumter Schal. Annamaria Bortan  ist eine von 17 Frauen, die im Münchner Integrationsbetrieb „NähWerk“ eine Stelle gefunden hat.  Zwei Jahre war die 58-Jährige arbeitslos, nach vier Operationen ist sie zu 50 Prozent behindert. „Ich bin so glücklich, selbst wieder Geld zu verdienen und nicht mehr auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein“, erzählt die gelernte Verkäuferin. Aufgrund ihrer Erkrankung kann sie ihren früheren Beruf nicht mehr ausüben.

Frauen wie ihr bietet das „NähWerk“ eine neue Chance. „Bei uns arbeiten Frauen, die ein so genanntes ‚Handicap‘ haben“, erklärt Johanna Schilling, Geschäftsführerin des Weißen Raben, also Frauen, die zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit oder aus gesundheitlichen Gründen keine Stelle auf dem regulären Arbeitsmarkt finden.  Vermittelt durch die Arbeitsagentur werden die Frauen hier zur Schneiderin ausgebildet.  „Wir bieten diesen Frauen die Möglichkeit, sich beruflich und sozial zu integrieren“, betont Schilling, „neben der beruflichen Qualifikation  wollen wir unseren Mitarbeiterinnen auch ein neues Selbstwertgefühl vermitteln.“

Das „NähWerk“ erfüllt bei der Anfertigung der Produkte die strengen Auflagen des 2. ÖKT. Ökologische, soziale und faire Produktionsstandards müssen alle Erzeuger einhalten. „Der 2. ÖKT sieht sich in der Pflicht, dem Leitbild der Bewahrung der Schöpfung zu folgen“, sagt Anne Borucki, stellvertretende Geschäftsführerin des 2. ÖKT. Um der sozialen Verantwortung gerecht zu werden, arbeite der 2. ÖKT mit Herstellern aus sozialen Bereichen zusammen, zum Beispiel mit Arbeitsloseninitiativen, Behindertenwerkstätten oder Integrationsbetrieben wie dem „NähWerk“.

Für den 2. ÖKT fertigen Schneidermeister Hans Wagner und die NähWerk-Mitarbeiterinnen grüne Pilgerschals, dem Erkennungszeichen aller Pilger, an, dazu noch Anstecker für die Wallfahrer. Bis zu 50 Pilgerschals können die Schneiderinnen pro Tag herstellen. Das ganze Team habe, so Wagner,  Spaß daran, zu zeigen, dass es auch größere Stückzahlen in perfekter Qualität produzieren und liefern können. „Die Arbeit ist so abwechslungsreich, weil wir immer wieder neue Aufträge bekommen“, sagt Bortan. „Wir lernen ständig dazu und untereinander verstehen wir uns unglaublich gut.“

Mein ÖKT