Bistum Limburg

"Wir wollen es wagen"

Drei Fragen an Diakon Werner Thomas, Limburger Bistumsbeauftragter für den 3. Ökumenischen Kirchentag 2021

Werner Thomas, Bistumsbeauftragter des Bistums Limburg für den 3. Ökumenischen Kirchentag 2021 (ÖKT) war zu Gast im Format "Drei Fragen". Dort nimmt er Stellung zum aktuellen Stand der Planungen für den ÖKT.

1. Vor kurzem sorgte die Schlagzeile „ÖKT wird abgesagt“ für Verwirrung und Aufmerksamkeit im Bistum. Wie ist der Stand der Dinge?

Der dritte Ökumenische Kirchentag soll 2021 in Frankfurt stattfinden. Das haben die Veranstalter, das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken und der Deutsche Evangelische Kirchentag, im Gespräch mit der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen bekräftigt. Klar ist, dass die Planungen mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen noch einmal verändert und angepasst werden müssen. Deshalb sind nun alle laufenden Planungen, die es in den Kommissionen und Arbeitsgruppen gab, gestoppt worden. Mit Hochdruck wird nun ein neues Veranstaltungskonzept von den Veranstaltern entwickelt.

Das Bistum Limburg ist eine der gastgebenden Kirchen und an den Planungen beteiligt. Eine Reihe von Angeboten und Aktionen, die mit unserer Gastgeberrolle verbunden sind, kann es angesichts der verschärften Anforderungen nicht geben. Davon betroffen sind beispielsweise, die Unterbringung von Gästen in Privat- oder auch Gemeinschaftsquartieren. Dies wird dazu führen, dass viel weniger Menschen als geplant am ÖKT teilnehmen können. Wir drücken jetzt noch mal den Resetknopf und planen und denken neu, denn in dieser außergewöhnlichen Zeit müssen wir es wagen, einen außergewöhnlichen Kirchentag zu planen. Digitale Angebote werden dabei eine wichtige Rolle spielen.

2. Corona macht vieles nicht möglich. Welche Akzente sollen mit dem ÖKT gesetzt werden?

Frankfurt wird als Stadt des dritten Ökumenischen Kirchentags ein zentraler Ort sein. Wir wagen aber auch den Blick über die Stadtgrenzen hinaus. Wenn die Menschen nicht nach Frankfurt kommen dürfen, dann muss er zu den Menschen kommen. Die Zeit ist für alle sehr herausfordernd und belastend. Der ÖKT kann zu einem Hoffnungszeichen werden. Daran arbeiten wir zurzeit. Es wäre einfach gewesen, den ÖKT abzusagen. Wir wollen aber mutig sein und blicken optimistisch auf das kommende Jahr. Nach dem Winter, der uns viel abverlangen wird, werden wir ein Diskussionsforum, eine Kulturplattform und auch Glaubensereignisse brauchen.

3. Blicken wir auf die Zeit nach dem ÖKT? Was wünschen Sie sich? Wie wird der ÖKT 2021 in Frankfurt gewesen sein?

Ich wünsche mir, dass der ÖKT stattgefunden hat und ein Zeichen gesetzt hat. Er war hoffnungsvoll und hat neue Möglichkeiten gezeigt und zu einem Aufbruch für alle Menschen in unserem Land beigetragen.

 

(Bistum Limburg / Erstveröffentlichung: www.frankfurt.bistumlimburg.de/beitrag/wir-wollen-es-wagen-1)

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