Beschluss GP

Beschluss des Gemeinsamen Präsidiums des 3. Ökumenischen Kirchentages Frankfurt 2021

Umgang des 3. ÖKT mit diskriminierenden, menschen- und demokratiefeindlichen Positionen

„Ökumenische Kirchentage sind herausragende Orte des gemeinsamen christlichen Zeugnisses in unserem Land und zeigen, dass über alle Konfessionsgrenzen hinweg das Gemeinsame im Glauben stärker und bedeutender ist als das Trennende. Zu diesem Gemeinsamen gehört auch die Überzeugung, dass wir als Christinnen und Christen den Auftrag haben, mit unseren Werten und Überzeugungen die Welt mitzugestalten. Das christliche Gottesbekenntnis führt uns zur unbedingten Achtung der Würde aller Menschen und zum Einstehen für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben. Dies gilt über alle Grenzen und jeden Nationalismus hinaus im Einsatz für ein solidarisches Europa und für globale Gerechtigkeit. Gemeinsam bemühen wir uns um Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklung.“ 1

Deshalb gilt: Der 3. Ökumenische Kirchentag 2021 ist eine Plattform für Themen des Glaubens, der Kirchen, der Ökumene sowie für gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen. Wir lassen uns dabei leiten von dem christlichen Menschenbild, dem Gemeinwohl und den Prinzipien einer rechtsstaatlichen Demokratie, zu der Kompromisse und Verständigung ebenso gehören wie Orientierung und Positionierung. Alle Veranstaltungsformate des ÖKT folgen dabei dem Grundsatz, dass Themen und Fragestellungen aus vielfältigen Perspektiven beleuchtet werden, um die Vielschichtigkeit der gastgebenden Organisationen und ihrer Kirchen, der Teilnehmenden sowie der mitwirkenden Institutionen und Verbände des christlichen und öffentlichen Lebens abzubilden. Auch kritische Positionen haben folglich ihren Platz auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag. Personen, die als Vortragende und/oder auf der Agora mitwirken, werden aufgrund ihrer spezifischen Expertise, mit der sie zum Gelingen der ÖKT-Formate beitragen, eingeladen. Eine Grenze ziehen wir dort, wo Personen für rassistische oder antisemitische Überzeugungen eintreten und/oder für Positionen werben, die von einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit oder von einer ideologischen Distanz zur freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung geprägt sind.

Die thematische Vielfalt des 3. ÖKT bleibt davon unberührt. Im Gegenteil soll der 3. Ökumenische Kirchentag ein Ort sein, der aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Kirche prominent benennt und ihre Ursachen erforscht. Die Auseinandersetzung mit rechtsextremen, antisemitischen und demokratiefeindlichen Positionen ist wichtiger Bestandteil des 3. ÖKT. Dabei stellen wir uns auch unserer eigenen Verantwortung, indem wir uns fragen lassen, wie wir mit diesem Gedankengut umgehen, das bis in die Kirchen und Kirchengemeinden gelangt ist. Der ÖKT wird Veranstaltungen anbieten, um Grauzonen und Grenzen aufzuzeigen und die Unvereinbarkeit zu christlichen Überzeugungen herauszuarbeiten.


1 zitiert aus „Grundlagen, Aufgaben und Ziele“ des 3. Ökumenischen Kirchentages Frankfurt 2021, verabschiedet vom Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT) und dem Hauptausschuss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) im Jahr 2018

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