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i - Frankfurt blickt weit

Stadtspaziergang „schaut hin Frankfurt“

„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht." Abraham Lincoln

Die nachfolgenden Beiträge bieten einzelne Perspektiven. Verschiedene Personen haben bei zur Erstellung und Auswahl beigetragen. Diese Perspektiven sind nicht deckungsgleich zu den Meinungen des 3. Ökumenischen Kirchentages oder der Gastgebenden Kirchen.

GUTES GELD machen

Die Teile meiner Kleider

Das Taschengeld aufbessern?

Programmtipp zum 3. Ökumenische Kirchentag und dem Thema „Geld und Macht“:

 

Markt Macht Moral. Eine Stunde zu Finanzen und Wirtschaft.

Samstag, 13.00 bis 14.00 Uhr

An diesem Punkt fällt es besonders auf: Warum hat nur Frankfurt eine Skyline? (YouTube)

Bankerkrimis und kein Ende. Die, die mit Geld arbeiten, sind in Büchern und Filmen oft Hassobjekte. Schon bei Friedrich Schiller heißt es über London: „Und es herrscht der Erde Gott, das Geld.“ Manche denken das auch über Frankfurt. Hier wurden viele Szenen der drei Staffeln von „Bad Banks“ gedreht. Die Serie dreht sich um die Investmentbankerin Jana Liekam und die Machenschaften in der Finanzwelt.

Gedreht wurde an vielen Orten in Frankfurt: Neue Mainzer Straße, Gro-ße Gallusstraße, Taunusturm, Parkhaus Schillerpassage, Börsenplatz mit Bulle und Bär, Hochstraße, Eschenheimer Turm, Goethestraße … Geld spielt überall eine Rolle. Das kann man ganz konstruktiv sehen. In einem Gleichnis sagt Jesus: „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon“ (Lukas 16,9).

In ihm verschleudert ein Verwalter einen Teil des Vermögens seines Arbeitgebers. Dieser will ihm fristlos kündigen. Der Verwalter eilt nun zu den Geschäftspartnern seines Arbeitgebers und lässt sie flugs neue Schuldscheine schreiben, die ihre Schulden bei diesem um 25 bis 50 Prozent verringern. Mancher Bankkunde heute mag sich einen solchen Angestellten wünschen.

Die Pointe der Worte Jesu liegt aber in der Empfehlung, mit Geld so zu wirtschaften, dass es Freude macht und Freude bringt. Das ist mehr als vernünftiger Umgang mit Finanzen. Es bedeutet Treue zu den je eigenen Aufgaben. Es bedeutet verlässliche Haushalterschaft mit der Erfüllung von sinnvollen Wünschen und gemeinnützigen Plänen und dem Nein zu Vorhaben, die Einzelne oder Firmen in den Abgrund reißen können.

Als „ungerecht“ wird der „Mammon“ nur bezeichnet, weil Geld nicht glücklich macht, erst recht nicht, wenn es zur alles bestimmenden Wirklichkeit wird. Sich Freunde mit dem Geld zu machen, verlangt Offenheit für die Nöte von Menschen hierzulande und die gewaltigen Sorgen, die die armen Länder plagen. Geld allein macht nicht glücklich. Aber es beruhigt, wenn man weiß, dass andere sorgsam und zum Wohl aller damit umgehen.

Susanne Breit-Keßler

Frankfurt ist Sitz der Deutsche Bundesbank und der Europäischen Zentralbank. Wie und wo das Geld hergestellt wird, dass diese beide Institutionen verwalten, gibt es hier zu sehen. (WDR)

Allerdings gibt es nicht nur Papiergeld in der Stadt, sondern auch eine sehr große Menge Gold unter den Türmen der Stadt. (Bundesbank)

Wie der Sport als Mega-Propaganda-Show genutzt wird. (SZ)

Eine Geschäftsidee, die Banane ist? Wie etwas Exotisches zum Allgemeinplatz werden kann. (NPR)

Und wie etwas alltägliches, wie Gummi, zum Grund für Millionen Tote werden kann. (Wikipedia)

Seit mehr als 45 Jahren setzt sich Oikocredit durch Finanzierungen sowie Beratung und Schulung für nachhaltige Entwicklung ein.

Das zentrale Ziel: wirtschaftlich benachteiligte Menschen in die Lage zu versetzen, ihre Lebensumstände zu verbessern.

Was Geld kann: Manifest zu Gutes Geld (PDF)

www.gutesgeld.de

Der Dokumentarfilm OECONOMIA legt offen, was man sonst nicht unbedingt sieht: oeconomia-film.de

Nicht nur die Kirchen sind aktiv, sondern mit viel Energie weitere Gruppen:

Wer gibt schon gerne zu viel Geld aus? Ein Schnäppchen machen oder Geld sparen schafft ein gutes Gefühl.

Die Suche nach „billig“ statt „den Preis wert“ führt dazu, dass Menschen unter Billigklamotten leiden und wir in Deutschland eine moderne Sklaverei erhalten. (Deutschlandfunk)

 

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist eine feste Größe, wenn es ums Geld geht. Allerdings gibt es einige Alternativen zum BIP, die ihre besonderen Vorzüge haben. (nach-haltig-gedacht.de)

Tencent ist eines der größten Unternehmen der Welt. (YouTube) Der chinesische Konzern ist Videospielen, Spotify, Snapchat und Tesla beteiligt und weitgehend unbekannt.

Kommt man von Offenbach her flussabwärts nach Frankfurt, dann hat man den Turm der Europäischen Zentralbank (EZB) wie einen Hafenwächter zur rechten Hand.

Leicht in sich gedreht reicht er an den Himmel. Je nach Wetter spiegeln sich die Sonne und die Wolken in den Fenstern seiner Fassade.

Kritiker*innen sagen: Es sagt viel über eine Gesellschaft, für welchen Zweck sie ihre höchsten und aufwändigsten Gebäude baut. Die Europäische Union hat ihrer Währung ein teures Domizil errichtet. Sie sichert es mit Zäunen, Kameras und Toren wie eine scharf bewachte Grenze. Geld und Macht schotten sich offenbar gern ab.

Freundlich Gesinnte sagen: Schaut hin! Das Gebäude der EZB ist ein Doppelturm. Das steht für das Vier-Augen-Prinzip, für die Kontrolle, die Geld und Macht unbedingt brauchen, damit sie sich nicht verabsolutieren.

Die Fenster der EZB spiegeln, was sich um sie herum tut. Sie geben ein Bild von der Wetterlage in der Gesellschaft.

Der Doppelturm ist weithin sichtbar. Er ist der in Stahl und Glas gefasste Anspruch, dass transparent sein muss, was hier beschlossen und umgesetzt wird. An diesem Anspruch muss sich die EZB messen lassen.

Pfarrer Martin Vorländer,

Rundfunkbeauftragter der EKHN für den Hessischen Rundfunk

Die Deutsche Bundesbank erhält Negativ-Preis, weil sie Vorhaben zum Klimaschutz blockiere. (FNP)

Ein Projekt der Gastgebenden Kirchen:

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E-Mail: service(at)oekt.de

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