Ökumenischer Kirchentag distanziert sich von rassistischen, antisemitischen, fremdenfeindlichen und antidemokratischen Kräften

Beschluss des Gemeinsamen Präsidiums

Thematische Vielfalt bleibt unberührt

Das Gemeinsame Präsidium des 3. Ökumenischen Kirchentages hat beschlossen, Personen, die "für rassistische oder antisemitische Überzeugungen eintreten und/oder für Positionen werben, die von einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit oder von einer ideologischen Distanz zur freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung geprägt sind", nicht als aktiv Mitwirkende auf den Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt 2021 einzuladen. Darunter fallen unter anderem auch Mitglieder der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Auf dem ÖKT soll die "Vielschichtigkeit der gastgebenden Organisationen und ihrer Kirchen, der Teilnehmenden sowie der mitwirkenden Institutionen und Verbände des christlichen und öffentlichen Lebens" abgebildet werden, heißt es in dem Beschlusspapier. Deshalb haben auch kritische Positionen ihren Platz auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag. Trotzdem müsse man bei Personen, die die oben genannten Gesinnungen vertreten, eine Grenze ziehen.

Thematische Vielfalt bleibt unberührt

Der Beschluss führt aus: "Die Auseinandersetzung mit rechtsextremen, antisemitischen und demokratiefeindlichen Positionen ist wichtiger Bestandteil des 3. ÖKT. Dabei stellen wir uns auch unserer eigenen Verantwortung, indem wir uns fragen lassen, wie wir mit diesem Gedankengut umgehen, das bis in die Kirchen und Kirchengemeinden gelangt ist. Der ÖKT wird Veranstaltungen anbieten, um Grauzonen und Grenzen aufzuzeigen und die Unvereinbarkeit zu christlichen Überzeugungen herauszuarbeiten."

Die thematische Vielfalt des Ökumenischen Kirchentages bleibe von dem Beschluss des Gemeinsamen Präsidiums unberührt. Im Gegenteil: Der 3. Ökumenische Kirchentag solle ein Ort sein, der aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft, Politik und Kirche prominent benennt und ihre Ursachen erforscht.

Hier finden Sie den Beschluss im Wortlaut.

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