Fortschritt in der Ökumene wird sichtbar

Kommt und seht!

Beim ÖKT öffnen christliche Gemeinden ihre Türen im Bewusstsein, dass Jesus Christus einlädt zu Abendmahl und Eucharistie.

„Kommt und seht“ heißt es im Johannes-Evangelium (1,39). „Kommt und seht“ heißt es auch am Samstag, 15. Mai, um 19 Uhr in vielen Gotteshäusern Frankfurts und bundesweit. Beim 3. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in Deutschland, der vom 13.-16. Mai stattfindet, öffnen christliche Gemeinden ihre Türen im Bewusstsein, dass Jesus Christus einlädt zu Abendmahl und Eucharistie.

Christinnen und Christen aller Konfessionen haben an diesem Abend die Gelegenheit, einzutreten, unterschiedliche Traditionen kennenzulernen und – dem eigenen Gewissen folgend – das lebendige Gedächtnis Jesu Christi mitzufeiern. Von Frankfurt soll das Signal ausgehen, auch künftig das ökumenische Miteinander zu suchen, im Alltag und im wechselseitigen Besuch von Gemeinden.

„Wir vertrauen darauf, dass Jesus Christus – wie er es uns zugesagt hat – in der Feier des Abendmahls und in der Feier der Eucharistie wahrhaftig und wirksam gegenwärtig ist“, heißt es im Gemeinsamen Zeugnis des Präsidiums des ÖKT, dessen Text im Herbst 2020 beschlossen wurde. Die Projektkommission, die den Abend vorbereitet, lässt wissen: „Wir vertrauen auf die Sogwirkung, die die Einladung Jesu Christi hat.“

In der Live-Übertragung auf oekt.de werden ein evangelischer, ein römisch-katholischer und ein evangelisch-freikirchlicher Gottesdienst mitzufeiern sein, ebenso eine orthodoxe Vesper. Die Gemeinden werden auch eine analoge Teilnahme ermöglichen, für die coronabedingt eine Anmeldung erforderlich ist.

Die ÖKT-Veranstalter hoffen, dass möglichst viele Gemeinden und Gruppen in ganz Deutschland dem Frankfurter Beispiel folgen – denn der 3. ÖKT ist nicht nur digital, sondern auch dezentral unterwegs.

„Auf der Grundlage des Gemeinsamen Zeugnisses können wir unsere Gewissensentscheidung treffen. Die Türen stehen offen“, sagt Thomas Sternberg, Präsident des 3. ÖKT sowie Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Bettina Limperg, Präsidentin des 3. ÖKT, ist überzeugt: „Die Einladung durch Jesus Christus selbst überwindet das Festhalten am Trennenden der christlichen Konfessionen. Die geöffneten Türen und der für alle Getauften gedeckte Tisch des Herrn betonen das gemeinsame Zeugnis als Grundlage unserer christlichen Existenz.“

Demnächst wird das Materialheft „Kommt und seht“ zu den konfessionellen Gottesdiensten, die ökumenisch sensibel gefeiert werden, auf oekt.de abrufbar und auch als Printausgabe bestellbar sein. Für aktuell schon anlaufende Planungen zu den Gottesdiensten ist dort bereits eine Entwurfsfassung ohne Schlusslektorat einsehbar. Das Heft dient als Hilfe zur Gestaltung der Liturgie und enthält auch den vollen Wortlaut des Gemeinsamen Zeugnisses des ÖKT-Präsidiums.

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